Guatemala ist eine Präsidialrepublik, dessen Regierungssystem auf die Verfassung von 1986 basiert. Der Präsident wird vom Volk auf vier Jahre gewählt und erteilt etliche Machtbefugnisse. Die Abgeordneten im Parlament werden ebenfalls für eine Laufzeit von vier Jahren direkt vom Volk bestimmt. Stimmberechtigt sind alle Bürger ab achtzehn Jahren, ausgenommen aktive Angehörige des Militärs. Im September 2007 wurden die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen durchgeführt. Für die Präsidentschaft konnte sich keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang qualifizieren, sodass es zu einer Stichwahl kam, wobei Alvaro Colom als Sieger vorging.
Wie in vielen lateinamerikanischen Staaten hat die Demokratie auch in Guatemala keine lange Tradition. Da während des Regimes von Rios Mont zu Anfang der 80er Jahre die Parteien verboten wurden, existieren nur sehr wenige in Guatemala. Die meisten Parteien lösen sich nach einer Legislaturperiode auf oder werden nicht ernst genommen. Der starke Einfluss des Militärs und mancher gesellschaftlichen Gruppen und Unternehmer führen zum Verschwinden mancher Parteien, sodass die Parteienlandschaft in Guatemala sehr instabil ist.