Wie in vielen Ländern in Lateinamerika spielen die Medien in Guatemala eine besondere Rolle im Alltag der Menschen. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und der geringen Bildung sehen die Menschen dort die Medien, insbesondere das Fernsehen, als einen Ersatz des sozialen Lebens. In den, für Lateinamerika typischen, „Telenovelas“ wird den Menschen meistens eine heile Welt vorgespielt, in der alle Darsteller schön sind und in großen Villen leben. Viele Arbeitslose verbringen meistens den ganzen Tag vor dem Fernseher oder lassen ihn bei jeder Situation laufen. Den großen Stellenwert dieses Massenmediums zeigt sich daran, dass selbst der ärmste Teil der Bevölkerung einen Fernseher besitzt.
Die meisten Medien in Guatemala sind in staatlicher Hand. Die wichtigste guatemaltekische Tageszeitung ist „La Hora“ und kommt aus Guatemala, daneben existieren noch weitere Zeitungen, die allerdings nicht so auflagestark sind. Als zweitwichtigstes Medium gilt das Radio. Es existieren allein in Guatemala-Stadt über 20 Radiosender, die über eine sehr vielfältige Bandbreite an Programmen verfügt. Von christlicher über klassischer bis hin zu typische lateinamerikanischer Musik wird in den Radioshows gesendet. Daneben gibt es noch eine Vielzahl an kleineren regionalen Radiosendern. Guatemala hat acht staatliche Fernsehsender. Über Kabel und Satellit kann man zudem noch weitere lateinamerikanische Fernsehsender wie „Televisa“ empfangen.